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Was ist Hyperparathyreoidismus?

Beim Hyperparathyreoidismus handelt es sich um eine Regulationsstörung der Nebenschilddrüsen. Beim Hyperparathyreoidismus kommt es zu einer Überproduktion des Parathormons, welches auf den Blutcalciumspiegel wirkt. Es gibt den primären, sekundären und tertiären Hyperparathyreoidismus.

Ursachen des Hyperparathyreoidismus

Die primäre Nebenschilddrüsenüberfunktion hat als Ursache ein Adenom, einen gutartigen Tumor. Ein hoher Parathormonspiegel und Serum Calcium-Spiegel sind typisch für den primären Hyperparathyreoidismus.

Ein sekundärer Hyperparathyreoidismus zeichnet sich durch einen hohen Parathormonspiegel und einem erniedrigtem Serum-Calcium-Spiegel aus. Die häufigste Ursache hierfür ist eine verminderte Vitamin D- Aktivierung, die durch chronische Nierenerkrankungen bedingt ist.

Der tertiäre Hyperparathyreoidismus entsteht nach einer langanhaltenden sekundären Überfunktion der Nebenschilddrüsen. Der Parathormonspiegel steigt stark an, ebenso der Calcium-Serum-Spiegel. Abgegrenzt von der primären Form, wird er durch die Krankengeschichte.

Symptome des Hyperparathyreoidismus

Beim Hyperparathyreoidismus handelt es sich um eine Regulationsstörung der Nebenschilddrüsen

Beim Hyperparathyreoidismus handelt es sich um eine Regulationsstörung der Nebenschilddrüsen

Ist der Parathormonspiegel erhöht, kommt es zum gesteigerten Abbau von Knochengewebe, was zu Knochenschmerzen führt. Bedingt durch die Demineralisierung steigt der Calcium-Spiegel im Blut an. Über die Niere wird weniger Calcium ausgeschieden, was den Spiegel weiter steigen lässt. Es entstehen Nierensteine, Gallensteine und eine Entzündung der Pankreas (Bauchspeicheldrüse).

Wird eine Hyperkalzämie zufällig entdeckt und es bestehen keine Symptome, spricht man von der asymptomatischen Hyperkalzämie. Eine symptomatische Hyperkalzämie zeigt sich durch Übelkeit, Appetitlosigkeit, Durchfall, Verstopfung und einem vermehrten Harndrang.

Als Folgeerkrankungen kommt es zu einer verminderten Knochendichte, zur Osteoporose (Knochenschwund), Magengeschwüren und zu Nierensteinen. In seltenen Fällen kann es zu typischen Knochenveränderungen oder der hyperparathyreotischen Krise kommen.

Die Nieren werden durch den hohen Parathormon- und Calciumspiegel irreparabel geschädigt und es kann zu Nierenkoliken, Weichteilverkalkungen und chronischem Nierenversagen kommen.

Therapie des Hyperparathyreoidismus

Um die Epithelkörperchenüberfunktion zu behandeln, wird die vergrößerte Nebenniere oder auch beide, entfernt. Die Anzahl der Knochenbrüche, besonders Frakturen des Oberschenkelhalses, nimmt ab. Wenn eine asymptomatische Hyperkalzämie vorliegt, wird oft aber auch abgewartet, wie sich das Krankheitsbild entwickelt. Für die chirurgische Behandlung wurden Kriterien festgelegt, um besonders gefährdete Patienten zu erfassen und ein Voranschreiten der Nebennierenüberfunktion zu verhindern. Die chirurgische Entfernung der Nebennieren ist mit einer definitiven Heilung verbunden.

Zur konservativen Therapie wird geraten, wenn keine Symptome bestehen, der Calcium-Serum-Spiegel nur wenig erhöht ist und wenn die Patienten über 50 Jahre alt sind. Aber auch schwere Vorerkrankungen und die Ablehnung einer Operation sind Gründe zur Medikamentösen Behandlung.

Als Medikamente kommen folgende Medikamente in Frage. Zur Hemmung des Knochenabbaus durch Osteoklasten werden Biphosphonate eingesetzt. Um die Knochendichte zu erhöhen, wird Alendronat eingesetzt. Es kommt aber nur beim primären asymptomatischen Hyperparathyreoidismus in Frage.

Um den erhöhten Calcium-Spiegel zu senken, wird Resodronat verabreicht. Außerdem kommt Raloxifen, ein Östrogenrezeptor-Modulator, zur Anwendung. Calcimimetika hemmen die Produktion des Parathormons, sie sind noch relativ neu auf dem Markt.

Auch eine Alkoholinjektion in das Epithelkörperchen wird genutzt. Diese hat allerdings die Nebenwirkungen, dass es zu einer Hypokalzämie und einer Lähmung des Kehlkopfnervs kommt. Eine calciumarme Ernährung und die Einnahme von Vitamin D werden ebenfalls empfohlen.