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Sekundärer Hyperparathyreoidismus

Was ist ein sekundärer Hyperparathyreoidismus?

Der sekundäre Hyperparathyreoidismus ist eine Störung der Nebenschilddrüse. Genauer gesagt die Epithelkörperchen, die als Gesamtes die Nebenschilddrüse bilden. Sie produzieren zu viel Hormon. Somit kommt es zur Entgleisung des Calziumspiegels im Körper.

Getestet kann dies mittels Blutbefund werden. Dabei wird das Parathormon, das Hormon der Nebenschilddrüsen gemessen. Der Unterschied zum primären Hyperparathyreoidismus ist der, dass es hierbei zu kleinen Knötchen sogenannten Adenomen kommt, die wiederum die Parathormonproduktion ankurbeln und es so zu einem Überfluss des Hormons kommt.

Auslöser der Krankheit

Vor allem bei Vitamin D-Mangel kommt es häufig zum sekundären Hyperparathyreoidismus. Kommt es zu einem Anstieg des Parathormons gepaart mit einem niedrigen Calziumspiegel so kann man davon ausgehen, dass es sich um einen sekundären Hyperparathyreoidismus handelt. Oftmals gehen diese Werte mit einer chronischen Nierenerkrankung bzw. Niereninsuffizienz einher.

Folgen und Krankheitssymptome

Vor allem bei Vitamin D-Mangel kommt es häufig zum sekundären Hyperparathyreoidismus.

Vor allem bei Vitamin D-Mangel kommt es häufig zum sekundären Hyperparathyreoidismus.

Die Folgen einer solchen Erkrankung können Nierensteine sein, die sehr schmerzhaft sind. Es kann auch bei langandauernden sekundären Hyperparathyreoidismus zum Nierenversagen kommen. Außerdem kommt es, wegen des fehlenden Calziumgehaltes, welches für den Knochenaufbau von enormer Bedeutung ist, zum Knochenschwund. Eine sogenannte Hypocalzämie.

Die Erkrankten zeigen einen erhöhten Harndrang und ein überdurchschnittlich hohes Durstgefühl. Sie sind schwach, müde und sind anfällig auf Depressionen. Oftmals kommt es auch zu Herzrhythmusstörungen und durch den Knochenabbau auch zu Knochenbrüchen.

Behandlung bzw. Therapie

Da es viele verschiedene Arten vom Hyperparthyreoidismus gibt, ist auch das Therapiespektrum weitläufig. Beim sekundären Hyperparthyreoidismus versucht man jedoch, bevor man operiert zuerst die Ursprungskrankheit des Vitamin D Mangels auszugleichen, die Nierenerkrankung zu heilen, oder die Leberzirrhose zu stoppen bzw. zu behandeln. Hilft eine medikamentöse Behandlung nicht aus so besteht die Möglichkeit einer chirurgischen Entfernung der Nebenschilddrüse.

Nachdem man anfangs nicht überaus auffällige Symptome hat, wird der sekundäre Hyperparathyreoidismus häufig spät erkannt.